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Burhani

07.06.2011 - 20.01.2017

„Und die Sonne trug Trauer,
vom Himmel fielen Tränen, 
der Wind schwieg und 
die Tiere verstummten, 
denn es war ein Engel,
der in Liebe starb.“

Burhani konnte seinen Kampf nicht gewinnen. Der einzige Liebesbeweis war, ihn in Ruhe einschlafen zu lassen. Rosi und Karl haben Burhani gestern auf seinem letzten Weg begleitet.

Wir verlieren nicht nur einen wunderbaren Hund. Er war der weltbeste Rhodesian Ridgeback, den ich kennenlernen durfte. Viele Leute glaubten nicht, dass er es schaffen könnte, ein Rettungshund zu werden. Oh doch! Rosi und ich haben immer daran geglaubt und er hat es geschafft! Bis zur Prüfung haben wir einige graue Haare bekommen ... unsere Diva hat so manche Lerntheorien und Ausbildungserfahrungen über Bord geworden. Umdenken war angesagt, neue Wege sind wir gegangen und es hat sich gelohnt!

Feivelchen hat ihn geliebt! Endlich mal ein gestandener Hund, der so robust gespielt hat wie sie. Außerdem unterstützte er mich oft in der Verhaltensberatung bei anderen Hunden. Ich kenne kaum einen Hund, der so souverän und klar kommunizierte.

Rosi’s treuester Weggefährte, traumhafter Kumpel von Qayo, unsere Diva ... wir werden dich niemals vergessen und immer im Herzen behalten. Run free mein Großer.

(Bettina Kamp)

                                                      

Cash

29.07.1999 - 15.07.2015

Am 15.7. 15 musste ich mich nun auch von meinem zweiten Borderfuzz, dem Cash für immer verabschieden.

Cashi wäre am 29.7. auch 16 Jahre alt geworden, dazu sollte es aber nicht mehr kommen.

Im Oktober 1999 bekam ich ihn als Welpen mit zu uns nach Hause. Der kleine Border war von Anfang an schon ein schwieriger Zeitgenosse.  Meinte er doch alles wegbeißen zu wollen was 4 Beine hatte. Trotzdem ich mit ihm in der Hundeschule war und er von Beginn an mit in der Rettungshundestaffel mitmachte, kam ich schnell mit ihm an meine Grenzen. Er war und blieb bis zum Schluss ein Stinktiger :-D Allein Blondis, welches Golden Retriever Hündinnen waren und anderen Borderhündinnen gegenüber, war er der charmante Gockel. Ich ließ ihn in den ersten 2 Jahren testen, ob er ggf. in anderer Arbeit und Händen zufriedener gewesen wäre.  Er war aber auch zum Hüten nicht gut geeignet, obwohl er aus einer Arbeitslinie kam. Sein genetisches Erbe war nicht das Beste. Und so war die Entscheidung klar. Cash blieb bei uns und ich würde versuchen ihm über die Arbeit Sicherheit zu geben. Über die Rettungshundearbeit konnte er sich charakterlich festigen. Er liebte es mit mir zu arbeiten, war ein „will -to –please" Hund. Ein Blick, ein Kommando reichte und er strahlte mich mit den Augen an. Das Detachieren (Arbeiten auf Distanz) wurde dabei dann auch seine Paradedisziplin. Gerade bei Vorführungen konnte er dieses eindrucksvoll unter Beweis stellen. Nachdem er 4 Jahre lang anfangs zum Verbeller gearbeitet wurde, entschied ich mich bei der ersten Einsatzprüfung, wo wir durchfielen, ihn letztendlich umzustellen. Es war nicht sein Ding an den Versteckpersonen zu verharren bis Frauchen kommt. Er kam mir immer wieder gerne entgegen.  So wurde Cashi als staffelerster Hund zum Freiverweiser umgestellt.  Damit schafften wir auch mit Bravur die Einsatzprüfung. Konnten diese aber leider nicht positiv wiederholen, da er wohl gesundheitliche Probleme entwickelte die zu Fehlverhalten führten.  Bei einem Training ließ er eine vermisste Person ohne Anzeigeverhalten liegen. Das war der Schlusspunkt für mich, woraufhin ich ihn sofort aus der aktiven Arbeit rausnahm.  Für einen Border viel zu früh, aber das Risiko für eine vermisste Person in einem Einsatz war einfach zu hoch. So durfte Cashi sich auf Gegenstandssuche beschränken, was ihn auch adäquat beschäftigen konnte. Vom Handy über Schlüssel, Brillen und anderen Kleinstteilen konnte er suchen. Bis zum Schluss ist er gerne mit den anderen Hunden beim „such verloren" mitgelaufen. Trotz seines hohen Alters war er hundisch der Chef im Hause und hat es auch durchblicken lassen. Das extrem heiße Wetter in diesem Monat, was er noch gut durchgestanden hatte,  verlangte dann doch seinen Zoll. Kurz danach kam der erste Zusammenbruch. Von diesem und dem verschlechterten Zustand im Rücken erholte er sich nur noch ganz kurzzeitig und gab dann auf.

Cashi ist ganz friedlich im Kreise von sämtlichen Begleitern der letzten Jahre in meinen Armen eingeschlafen. Hat er doch auch ein hohes Alter erreichen dürfen.

Ich blicke damit zurück auf eine lange Zeit, die mit vielen Erinnerungen geprägt ist.  Cash und Ventia sind nun wieder vereint. Beide haben mir in schweren persönlichen Zeiten Halt gegeben. 

Lebt wohl im Regenbogenland meine Lieben. Ich vermisse euch hier sehr!

 


BettyBetty

19.11.2005 - 19.05.2014

Mit Betty kam Jürgen nach seiner etwas längeren Auszeit wieder zu uns in die Staffel. Sie war ein bildhübscher Deutscher Schäferhund.

Die Arbeit mit ihr war anfangs sehr anspruchsvoll und brachte Jürgen so manches Mal an seine Grenzen.  Jürgen und Betty wurden dann aber noch ein tolles Team und waren sowohl in der Fläche als auch in der Trümmer (eine zeitlang) einsatzfähig. 

Betty war auch unser erfolgreichster Hund in den Einsätzen: 2 Mal konnte sie im Einsatz ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Sie fand die vermisste Person und zeigte sie auch zuverlässig an. 

Ihre größte Leidenschaft war die Fährte. Kein anderer Hund konnte ihr da etwas vormachen. Diese Leidenschaft nutzte sie regelmäßig in den Suchen und brachte uns damit so manches Mal in den Wahnsinn damit. Denn für uns Zweibeiner war es sehr schwer, die Suche so anspruchsvoll zu gestalten, dass Betty nicht die Nase auf die Fährte setzte und wie an einem Bindfaden gezogen der Fährte bis zum Helfer folgte. Wir fanden uns damit jedoch ab und nutzten diese Fähigkeit auch und setzten sie bewusst ein. Legte Jürgen für Betty eine längere Fährte im Wald aus, war sie ganz in ihrem Element und wir konnten nur staunen, wie zielsicher sie dieser Fährte folgte und Jürgen an der Leine hinter sich her zog. 

2014 war nicht ihr Jahr. Eigentlich sollte sie mit Feivel im April wieder zur Prüfung. Kurz zuvor baute sie jedoch ab und Jürgen zog sie zurück ... Das Bauchgefühl hatte Recht, denn Betty leitete an einem Bandscheibenvorfall. Anfang Mai 2014 kam dann der nächste Schock. Betty ging es sehr schlecht und zeigte Anzeichen von einer Vergiftung. Tagelang in der Tierklinik aufgepäppelt ging es ihr Tag für Tag etwas besser und auch die Blutwerte sahen besser aus. 

Am 19.05.2014 folgte sie dann doch ihrer letzten großen Fährte über die Regenbogenbrücke und schlief für immer ein. Wir sind furchtbar traurig und müssen viel zu früh Abschied von einem wunderschönen und tollen Hund nehmen. 

Run free Betty und grüß die anderen Fellnasen dort oben. Wir wünschen dir ganz viele tolle Fährten über die bunten Wiesen und Felder.

MilanoMilano

03.10.2003 - 11.10.2014

Milano, liebevoll Lenchen genannt, hatte zwei Aufgaben in Ihrem Leben.
Oberste Priorität war eindeutig Ihr Frauchen vor allem Bösen, unter Einsatz ihres Lebens, zu schützen. Die zweite Aufgabe war eher eine Passion denn eine Aufgabe, die Rettungshundearbeit. Diese hat sie mit aller Hingabe geliebt und dafür auch mal ansonsten feste Gewohnheiten und Unarten sausen lassen. Die Aufgabe der Rettungshundearbeit hat sie mit allen Konsequenten wahrgenommen. Dies hat sie auch mehrfach, verbunden mit vielen Verletzungen bewiesen. Einmal musste sie sogar bei einem Einsatz mit Blaulicht zum Tierarzt gebracht werden. Sie hatte sich fast die Zunge an einem Wilddraht abgetrennt. In den Trümmern hat sie sich allerdings immer mit Verstand und Umsicht bewegt.

Bevor das „Lenchen“ zum Einsatz kam, hat sie die Ausbilder vor ein Problem gestellt. Ihre Bestätigung,  in dem bis dahin gewohnten Opferbindungsspiel, viel so heftig aus, das die Helfer damit nicht umgehen konnten. Daraufhin wurde nach einigem hin und her die gesamte Ausbildung auf den Kopf gestellt. Dieses neue System bewährte sich so gut, dass fast alle nachfolgenden Hunde darauf ausgebildet wurden. Diese Art der Bestätigung hat die Rettungshundearbeit der Staffel Paderborn geprägt. Wir danken dem „Lenchen“ nachhaltig dafür. Ihr besonderer Laufstil in der Fläche hat den Begriff EKG-Schema geprägt. Unverkennbar und eindeutig war Ihre Stimme in den Anzeigen. Wir vermissen Ihre klare, unfehlbare Art in der sie uns und Ihr Frauchen nie enttäuscht hat.

Wir wünschen der kleinen und wachsamen Maus ein tolles Leben auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke.

Wally

Wally

 Text folgt!

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