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Wir trainieren mindestens 2x wöchentlich intensiv mit unseren Hunden. Wir erwarten von den Hundeführern, dass sie mindestens 70% anwesend sind. Von den Helfern erwarten wir eine Teilnahme von mindestens 50%.

Gehorsam, Gewandheit, Verweisanzeigen
Dienstags jeweils 17.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr

Flächensuche
Samstags jeweils von 14.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr (Sommerzeit) oder
von 13.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr (Winterzeit)

Trümmersuche
nach Absprache

Dienstags steht uns der Hundeplatz des DVG in Paderborn an den Fischteichen zur Verfügung. Für die Flächensuche haben wir mehrere Gebiete zur Auswahl wie z.B. Borchen, Altenbeken, Marsberg-Meerhof, Lichtenau-Hakenberg, Brenken etc.
Wir sind jedoch stets auf der Suche nach neue Gelände.

Um die Trümmerausbildung durchzuführen, fahren wir regelmäßig zu Walter Fretschner nach Nürnberg und Gotti Greiner nach Weil am Rhein. Eine leerstehende Kaserne steht uns ebenfalls zur Verfügung. Die Feuerwehr überlässt uns ehemalige Gebäude zu Trainingszwecken.

Mehrmals jährlich nimmt die Staffel an verschiedenen Übungen teil. Z.T. werden die Übungen staffelintern organisiert und realistische Situationen mit vermissen Personen nachempfunden. Bei Einsatzübungen werden Feuerwehr und andere Staffeln mit einbezogen.

Ein- bis zweimal jährlich werden Orientierungsmärsche in den Wäldern der Umgebung durchgeführt. Nach Absprache mit den zuständigen Förstern wird folgendes von den Teams verlangt: Orientierung im Gelände, Umgang mit Karte und Kompass, Teamfähigkeit, gute Kondition von Hund und Hundeführer, u.v.m.

Neben der Hundeausbildung ist die theoretische Ausbildung sehr wichtig. Deshalb werden die Hundeführer in regelmäßigen Abständen in der Theorie geschult.

Nicht nur der Hund muss viel lernen, sondern auch der Hundeführer. Und das ist absolut nicht wenig. Auch in der Rettungshundeprüfung wird das Fachwissen durch den theoretischen Teil überprüft.

Zu der theoretischen Ausbildung gehört zuerst die Grundausbildung der JUH:

  • Grundausbildung Katastrophenschutz - 25 Stunden (Modul G1)
  • Erste Hilfe Mensch - 16 Stunden (Modul B1)
  • Sanitätshelferausbildung - 48 Stunden (Modul B2)
  • Aufbau und Aufgaben der JUH / Vereinskultur - 5 Stunden (Modul B3)
  • Recht und Versicherung für Helfer - 5 Stunden (Modul B4)
  • Funk - 5 Stunden (B5)

Dazu kommen noch folgende Themen wie:

  • Erste Hilfe Hund
  • Kynologie / Lernverhalten Hund
  • Karte und Kompass
  • Knotenkunde
  • Einsatztaktik Fläche
  • Trümmerkunde (bei der Trümmerausbildung)
  • Unfallverhütung / Sicherheit im Einsatz
  • Verhaltensgrundsatz beim Transport von Tieren

Theorie

Diese Ausbildung wird dann durch schriftliche Leistungsabfragen und praktische Übungen überprüft. So finden z.B. Orientierungsmärsche mit Karte und Kompass in regelmäßigen Abständen statt. Oder es werden Übungen organisiert, wo das Hundeteam wie im realen Einsatz mit Karte, Kompass und Funkgeräte arbeiten muss. Insbesondere muss er aber die ihm genannten Informationen (z.B. Krankheiten und Medikamenten der vermissten Person) berücksichtigen, um die richtige Einsatztaktik zu wählen.

Der mittelgroße Hund hat ca. 220 Millionen Riechzellen, der Mensch hingegen muss mit nur 5 Millionen auskommen. Zwar kann der Hund nicht farbig sehen wie der Mensch, aber man könnte sagten, er kann farbig riechen. So ist er in der Lage, kleinste Geruchspartikel selbst aus einer geruchsstarken Umgebung, zu isolieren und zu verfolgen.

Wenn ein Mensch sich bewegt, hinterlässt er viele für uns unsichtbare Spuren. So fallen z.B. bei jedem Schritt Hautschuppen ab, die sich am Boden verteilen. Ein Rettungshund ist dazu ausgebildet, diese Spuren zu suchen, sie zu isolieren und unabhängig von Verleitungsgerüchen zum Ursprung zu verfolgen. Wenn er die Person dann gefunden hat, zeigt der Hund das seinem Hundeführer an.

Es gibt 3 Anzeigearten:

  • Das VerbellenAnzeige
    Der Hund bellt so lange bei der vermissten Person, bis sein Hundeführer bei ihm ist.
  • Das Bringseln
    Der Hund nimmt an der aufgefundenen Person ein Bringsel, welches an seiner Kenndecke befestigt ist auf, läuft zu seinem Hundeführer und fürht diesen sofort angeleint zu der Person.
  • Das Rückverweisen
    Diese Anzeigeart ist vom Aufbau dem Bringseln gleichzusetzen. Hierbei nimmt nur der Hund kein Bringsel auf, sondern er läuft zum Hundeführer, springt ihn an oder zeigt ihm durch Bellen, dass er eine Person gefunden hat. Dann bringt der Hund den Hundeführer angeleint wieder sofort zu der vermissten Person.

Befragung

Außerdem werden seit einiger Zeit Man Trailer ausgebildet. Ein Man Trailer verfolgt eine Spur - den sogenannten Trail - eines ganz bestimmten Menschen über eine große Entfernung hinweg. Um den Menschen zu identifizieren, bekommt der Hund zu Anfang der Suche einen Geruchsgegenstand, um die Witterung aufzunehmen.

In unserer Staffel werden z. Zt. keine Man Trailer ausgebildet.

Bei Gasexplosionen, Hauseinstürzen, Erdbeben oder Flugzeugabstürzen kommen die Trümmersuchhunde zum Einsatz. 

Die Aufgabe des Hundeteams besteht in der Ortung der Personen. Der Hund muss in der Lage sein, das Trümmerfeld selbständig abzusuchen, da oftmals die Trümmer nicht betreten werden dürfen. Oftmals wird die Arbeit durch Geruchsverleitung, Lärm, Rauch etc. erschwert.

Die gefundene Person wird durch anhaltendes Bellen angezeigt. Hier muss die Anzeige punktgenau erfolgen, damit die Bergung nach der verschüttenen Person Erfolg hat.

In der Ausbildung lernt der Hund, sich zielgerichtet schicken zu lassen (detachieren). Es ist wichtig, dass er sich vorsichtig über die Trümmer bewegt. Gerade für die Trittsicherheit ist die Gerätearbeit unsagbar wichtig. Außerdem dürfen sich die Hunde weder durch Feuer noch durch Rauch abschrecken lassen.

Für die Rettungshundearbeit, insbesondere für die Trümmersuche, ist es unsagbar wichtig, dass der Hund sich sicher und gewandt auf verschiedene Untergründe bewegen kann. Durch die Gerätearbeit lernt der Hund das Gleichgewicht zu halten und die Hinterbeine richtig einzusetzen.

Leiter

 

Folgende Geräte lernt der Hund sicher und koordiniert zu laufen:

  • Steg
  • Fassbrücke
  • Tunnel
  • Wippe
  • Leiter waagerecht und schräg
  • Tunnel

 

 

 

 

 



Außerdem üben wir mit unseren Hunden die verschiedensten Untergründe, z.B. Gitterroste, Blech, oder wie oben auf dem Bild Zaunelemente etc.

Seit 2012 steht uns ein Geräteanhänger zur Verfügung, der genau nach unseren Anforderungen gebaut wurde. Dieser beinhaltet eine Leiter, eine Hängebrücke, Schrägwände, Gitterroste etc. Wir können die Elemente individuell verändern, so dass es für die Hunde immer interessant bleibt!

 

Hängebrücke

Weitere Beiträge...

  1. Gehorsam
  2. Ausbildung