Cash

Cash

29.07.1999 - 15.07.2015

Am 15.7. 15 musste ich mich nun auch von meinem zweiten Borderfuzz, dem Cash für immer verabschieden.

Cashi wäre am 29.7. auch 16 Jahre alt geworden, dazu sollte es aber nicht mehr kommen.

Im Oktober 1999 bekam ich ihn als Welpen mit zu uns nach Hause. Der kleine Border war von Anfang an schon ein schwieriger Zeitgenosse.  Meinte er doch alles wegbeißen zu wollen was 4 Beine hatte. Trotzdem ich mit ihm in der Hundeschule war und er von Beginn an mit in der Rettungshundestaffel mitmachte, kam ich schnell mit ihm an meine Grenzen. Er war und blieb bis zum Schluss ein Stinktiger :-D Allein Blondis, welches Golden Retriever Hündinnen waren und anderen Borderhündinnen gegenüber, war er der charmante Gockel. Ich ließ ihn in den ersten 2 Jahren testen, ob er ggf. in anderer Arbeit und Händen zufriedener gewesen wäre.  Er war aber auch zum Hüten nicht gut geeignet, obwohl er aus einer Arbeitslinie kam. Sein genetisches Erbe war nicht das Beste. Und so war die Entscheidung klar. Cash blieb bei uns und ich würde versuchen ihm über die Arbeit Sicherheit zu geben. Über die Rettungshundearbeit konnte er sich charakterlich festigen. Er liebte es mit mir zu arbeiten, war ein „will -to –please" Hund. Ein Blick, ein Kommando reichte und er strahlte mich mit den Augen an. Das Detachieren (Arbeiten auf Distanz) wurde dabei dann auch seine Paradedisziplin. Gerade bei Vorführungen konnte er dieses eindrucksvoll unter Beweis stellen. Nachdem er 4 Jahre lang anfangs zum Verbeller gearbeitet wurde, entschied ich mich bei der ersten Einsatzprüfung, wo wir durchfielen, ihn letztendlich umzustellen. Es war nicht sein Ding an den Versteckpersonen zu verharren bis Frauchen kommt. Er kam mir immer wieder gerne entgegen.  So wurde Cashi als staffelerster Hund zum Freiverweiser umgestellt.  Damit schafften wir auch mit Bravur die Einsatzprüfung. Konnten diese aber leider nicht positiv wiederholen, da er wohl gesundheitliche Probleme entwickelte die zu Fehlverhalten führten.  Bei einem Training ließ er eine vermisste Person ohne Anzeigeverhalten liegen. Das war der Schlusspunkt für mich, woraufhin ich ihn sofort aus der aktiven Arbeit rausnahm.  Für einen Border viel zu früh, aber das Risiko für eine vermisste Person in einem Einsatz war einfach zu hoch. So durfte Cashi sich auf Gegenstandssuche beschränken, was ihn auch adäquat beschäftigen konnte. Vom Handy über Schlüssel, Brillen und anderen Kleinstteilen konnte er suchen. Bis zum Schluss ist er gerne mit den anderen Hunden beim „such verloren" mitgelaufen. Trotz seines hohen Alters war er hundisch der Chef im Hause und hat es auch durchblicken lassen. Das extrem heiße Wetter in diesem Monat, was er noch gut durchgestanden hatte,  verlangte dann doch seinen Zoll. Kurz danach kam der erste Zusammenbruch. Von diesem und dem verschlechterten Zustand im Rücken erholte er sich nur noch ganz kurzzeitig und gab dann auf.

Cashi ist ganz friedlich im Kreise von sämtlichen Begleitern der letzten Jahre in meinen Armen eingeschlafen. Hat er doch auch ein hohes Alter erreichen dürfen.

Ich blicke damit zurück auf eine lange Zeit, die mit vielen Erinnerungen geprägt ist.  Cash und Ventia sind nun wieder vereint. Beide haben mir in schweren persönlichen Zeiten Halt gegeben. 

Lebt wohl im Regenbogenland meine Lieben. Ich vermisse euch hier sehr!