26.10.2005: Einsatzvoralarmierung Unna

Einsatzvoralarmierung Unna am 26.10.2005

12.09.2005: Einsatz in Preußisch Oldendorf

 

Einsatz in Preußisch Oldendorf am 12.09.2005

Um 09:15 Uhr ging der Voralarm von Norbert Siegburg, Rettungshundestaffel JUH Ostwestfalen, bei Barbara Chmura ein. Nach Rücksprache mit den Staffelkollegen stand fest, dass wir mit 2 Hundeteams (Andrea und ich), sowie 3 Helfern (Barbara, Johanna und Louisa) einsatzbereit waren. Dann ging es um 09:56 Uhr los.

Die Rettungshundestaffel Ostwestfalen und wir wurden als Unterstützung von der Rettungshundestaffel Osnabrück alarmiert. Norbert übernahm vor Ort die Einsatzleitung der Rettungshundeteams.


Ein suizidgefährter 45-jähriger Mann war seit Donnerstag abgängig. Durch mehrere Handyortungen konnte man in einem Radius von ca. 2 km den Aufenthaltsort eingrenzen. Die letzte Ortung wurde am 11.09.05 um 09.00 Uhr gemacht. Danach war das Handy ausgeschaltet und es konnte keine Ortung mehr durchgeführt werden. In einer SMS an einer Bekannten drohte der Mann mit Suizid. Er hatte die Haupttätigkeit und jetzt auch die Nebentätigkeit verloren.

Andrea mit Ventia und ich mit Tabea suchten 2 Flächensuchgebiete ab und wurden anschließend netterweise von einer Gruppe, die für eine Fuchsjagd zuständig war, mit Kaffee und Kuchen beköstigt. Anschließend wurde der Standort der Einsatzleitung nach neuen Erkenntnissen etwas weiter westlich verlagert. Die Suche konzentrierte sich jetzt auf das Waldgebiet zwischen Barkhausen und Büscherheide. Andrea und ich übernahmen eine Wegerandsuche. Andrea arbeitete mit Ventia auf der linken Seite des Weges und ich mit Tabea auf der rechten Seite.

Wieder zurück am Standort der Einsatzleitung war die Betreuung und die Technik der JUH Bielefeld bereits angekommen. Die Erbensuppe kochte bereits und wir wurden mit kalten und heißen Getränken bestens versorgt.

Um 21.00 Uhr traten wir wieder den Heimweg an. Der Mann wurde an diesem Tag leider nicht gefunden.

Nachtrag: Norbert Siegburg gab uns heute Bescheid, dass der Mann sich heute wohlbehalten bei einer Bekannten gemeldet hat.

30.07.2005: Einsatz Bielefeld

Einsatz in Bielefeld am 30.07.2005

Um 03.20 Uhr ging die Alarmierung von Norbert Siegburg, JUH Rettungshundestaffel Ostwestfalen bei mir ein. Leider befand sich Andrea derzeit auf einem Gruppenführerlehrgang in Münster und Ilona war auf dem Weg in den Urlaub. Somit fuhr ich mit Holger Müller alleine los.

Am Treffpunkt angekommen, teilte uns Norbert Siegburg folgende Lage mit:
Eine 52-jährige Frau wir seit dem 29.07.2005 ca. 20.00 Uhr vermisst. Zuletzt gesehen wurde sie um 18.00 Uhr. Sie ist medikamentenabhängig und nimmt wegen einer psychischen Erkrankung Antidepressiva. Sie gilt als stark suizidgefährdet. Alarmierende Staffel war die Staffel des ASB Bielefeld.

Wir bekamen einen Teil des Sennefriedhofes als unser Suchgebiet zugeteilt. Mir war etwas mulmig zumute, als ich Tabea um 06:30 Uhr zur Suche ansetzte. Als wir ohne Erfolg meine Suche ca. 1 Std. später beendeten und zu Norbert zurückkehrten, wurde kurze Zeit später die Suche vom ASB Bielefeld abgebrochen. Alle angrenzenden Gebiete waren abgesucht worden ... keine Spur von der Frau.

Mit uns waren Hundeteams (Fläche) der Staffeln ASB Bielefeld und die JUH Ostwestfalen im Einsatz.

Pressemitteilung vom 05.08.2005:
Durch einen Jagdpächter wurde am 04.08.2005, gegen 06.30 Uhr, ein weiblicher, bekleideter Leichnam an einem Baum liegend in einem Waldstück in Bielefeld aufgefunden. Bei dem Leichnam dürfte es sich um aller Wahrscheinlichkeit nach um die seit Freitag, dem 29.07.2005, durch ihren Ehemann als vermisst angezeigte Frau handeln. Hinweise auf Fremdverschulden haben sich bisher nicht ergeben.

07.07.2005: Einsatz Detmold-Hiddesen

Einsatz Detmold-Hiddesen am 07.07.2005

Um 14:40 Uhr ging die Alarmierung von der Leitstelle Bielefeld bei mir ein. Nach Rücksprache mit den Staffelkollegen war klar, dass Andrea Galle mit Ventia und ich mit Tabea als Hundeteams, sowie Ilona Weinrich-Stahl, Barbara Chmura und Johanna van Laak als Helfer einsatzbereit waren.

Vor Ort wurde uns folgende Lage genannt:
Vermisst wird ein 43-jähriger Mann russischer Abstammung seid Mittwoch Abend. Diese Person hat größere Geldschulden. Zuletzt wurde er gegen 15.00 Uhr gesehen. Kontakt hatten Angehörige über Handy bis ca. 22.00 Uhr, danach brach der Kontakt ab. Er kündigte aufgrund seiner Geldschulden Suizid an. Das Auto des Vermissten wurde am Donnerstag morgen auf einen Parkplatz bei Detmold-Hiddesen abgestellt aufgefunden. Über Drogen oder Alkohol ist nichts bekannt. Das Abschleppseil fehlt im Auto.

Während der Einsatzbesprechung mit unserem Einsatzleiter Rettungshunde, Herrn Norbert Siegburg, überflog ein Polizeihubschrauber das angrenzende Waldgebiet. Die Polizei suchte bereits alle befahrbaren Wege ab, die Jäger und Jagdpächter wurden angehalten, die Hochstände in den angrenzenden Gebieten abzusuchen.

Um 17.56 Uhr wurde von der Einsatzleitung die JUH Betreuung/Küche angefordert, um die Verpflegung der Helfer zu übernehmen. Ebenfalls rückte die JUH Technik aus Bielefeld an, um sich um die Ausleuchtung und Stromerzeugung zu kümmern.

Andrea und ich suchten insgesamt 5 Gebiete ab. Anschließend beteiligten wir uns noch an einer Kettensuche.

Die Suche nach dem Vermissten wurde dann erfolglos eingestellt. Alle angrenzenden Waldgebiete wurden von Hunden bzw. Suchketten abgesucht. Um 23.46 Uhr rückte dann unsere Staffel ab.

Am 12.07.05 erhielten wir über Norbert Siegburg die Nachricht, dass der Mann wohlbehalten wieder Zuhause angekommen ist.

Mit uns waren insgesamt 16 Hundeteams (Fläche) und 2 Mantrailer der Staffeln JUH Ostwestfalen, JUH Holzminden, ASB Bielefeld, DRK Verl, DRK Schlangen, DRK Delbrück, DRK Lage und DRK Lippe im Einsatz.

31.05.2005: Einsatz Kamener Kreuz A2

Einsatz auf der A2 am Kamener Kreuz am 31.05.2005

Wir waren gerade beim Training, als die Alarmierung am 31.05.2005 um 18.53 Uhr einging. Kurzentschlossen setzten wir uns - das heißt Andrea mit Ventia, ich mit Tabea, Barbara und Johanna als Helfer - in Bewegung.

Vor Ort wurde uns folgende Lage genannt:
Ein 25-jähriger polnischer Staatsangehäriger war in Begleitung seiner Freundin auf dem Weg von England nach Polen. Nach einer Pause auf dem Parkplatz Kolberg beim Karmener-Kreuz auf der A2 kehrte der Mann nicht mehr zum Auto zurück. Es wurde bekannt, dass er aufgrund einer psychischen Erkrankung unbedingt auf die Einnahme von entsprechenden Medikamenten angewiesen war. Diese hatte er jedoch nicht eingenommen und sollte daher orientierungs- und hilflos unterwegs sein.

Suchmaßnahmen von der Polizei mit Diensthunden und dem Einsatz des Polizeihubschraubers brachten keinen Erfolg. Um 21.15 Uhr wurde der Mann von einem Rettungshundeteam des DRK Meschede lebend aufgefunden. Die Person war mitunter apathisch und wurde durch den Rettungswagen sofort versorgt. Barbara und Johanna sprechen beide polnisch und wurden somit als Dolmetscher eingesetzt. Durch unklare und nicht näher bestimmbare Äußerungen des Mannes konnte eine mögliche Verletzung einer anderen Person nicht ausgeschlossen werden.

Die Suchmaßnahmen wurden daraufhin im angrenzenden Waldgebiet auf das Auffinden einer möglicherweise verletzten Person konzentriert. Diese Maßnahmen wurden ohne Feststellungen um 00.50 Uhr beendet. Die Polizei ging mittlerweile davon aus, dass sich die Person vermutlich selbst mit dem Messer in Suizidabsichten verletzt hatte.

Um 03.30 Uhr waren wir dann endlich wieder Zuhause angekommen. Für mich war morgens um 07.00 Uhr wieder die Nacht vorbei.

Bei diesem Einsatz waren mit uns viele DRK und JUH-Staffeln im Einsatz. Es war untereinander eine gute Zusammenarbeit. Auch die Kommunikation und die Arbeit mit der Polizei lief reibungslos ab.

14.05.2005: Einsatzalarmierung Hofgeismar

Einsatzalarmierung Hofgeismar am 14.05.2005

Um 09.42 Uhr traf die SMS ein. Ich kam gerade vom Morgen-Spaziergang mit meinen Hunden wieder rein, als mein Handy piepte. "Einsatzalarm Hofgeismar - Nachalarmierung für bereits suchende Hundeteams". Ein 33-jähriger Mann mit Suizidabsichten war bereits einen Tag zuvor in Liebenau-Lamerden verschwunden. Bereits am Freitag suchten Rettungshundeteams nach ihm. Wir sollten als Verstärkung dazukommen. Nach kurzer Rücksprache war klar, dass Andrea mit Ventia und ich mit Tabea einsatzbereit waren. Ilona und Dirk waren bereit, als Helfer mitzugehen.

Ich meldete unsere Einsatzbereitschaft bei Volker Koch und machte mit Norbert Siegburg (Johanniter Rettungshundestaffel Schloß Holte) einen Treffpunkt aus. Um ca. 11.00 Uhr wollten wir uns an der Kreisgeschäftsstelle in Paderborn treffen. Wir waren gerade an der KG angekommen, als der Einsatz um 11.09 Uhr abgebrochen wurde. Die vermisste Person ist um 10.53 Uhr wieder lebend aufgefunden worden. Ob ein Rettungshundeteam die Person gefunden hatte, ist mir nicht bekannt.

Insgesamt waren 12 Rettungshundeteams und 40 Helfer im Einsatz, viele Weitere waren bereits nachalarmiert worden (wie auch wir).

Norbert und ich beschlossen dann spontan, aus diesem angefangenen Tag eine Art Einsatzübung zu machen, was wir dann auch in Hakenberg taten. Ilona und ich holten noch Kaffee und Kartenmaterial und ab ging's. Um 14.00 Uhr trafen dann auch die anderen Staffelkollegen zum normalen Training ein. Als dann gegen 18.30 Uhr das Sondertraining zu Ende ging, waren wir allesamt plitschnaß (es hatte nachmittags ständig geregnet) und ziemlich k.o. Aber gerade solche einsatzrelevanten Übungen sind insbesondere für die einsatzfähigen Teams wichtig und super interessant. Und die "jüngeren" Staffelkollegen konnten sich einmal ein Bild machen, was es heißt "Einsatz".