11.02.2010: Einsatz Extertal

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Einsatz im Extertal am 11.02.2010

Um 17:08 Uhr ging die Einsatzalarmierung über die Einsatzleitstelle Bielefeld via SMS ein. Gegen 17:24 Uhr konnte bereits die Stärkemeldung (drei Hundeführer und drei Helfer) an die Einsatzleitstelle gegeben werden.

Einsatzlage:
Fr. Ulrike Q-D (49) wird seit heute morgen vermisst. Fr. Q-D hat eine bekannte Depression und ist nicht witterungsbedingt gekleidet. Sie hat einen Abschiedsbrief hinterlassen. Sie ist vermutlich gekleidet mit einer Jeans und einer hellbeigen Jacke.

Nach einer langen Fahrtzeit (Schneetreiben und Minustemperaturen) erreichten wir die Einsatzleitstelle, die vom BRH als verantwortlicher Staffel geleitet wurde. Da wir mit drei Rettungshundeteams und drei Helfern angereist waren, ordneten wir uns der Einsatzleitung der JUH Bielefeld zu. Nach Lagebesprechung und der Zuteilung des Suchsektors, konnte erst nach Abklärung des Eigentümers mit der Suche begonnen werden. Unser Suchgebiet wurde nochmals in fünf Sektoren eingeteilt. Drei für JUH PB zwei für JUH BI.

Nach ca. 10 Minuten des Suchbeginns von Team V kam die Meldung, Hund verletzt, blutet stark, benötigen dringend Tierarzt. Unsere Abschnittsleitung Norbert Siegburg organisierte sofort alles nötige, und das Team wurde mit einem ortskundigen Polizeibeamten zu einem Tierarzt gefahren. Leider hat der Tierarzt nur eine mangelnde Versorgung vorgenommen. Der Hund musste tags darauf nochmals notversorgt werden. Sie hat sich, vermutlich an einem Draht die Zunge fast abgetrennt, diese musste mit 11 Stichen wieder angenäht werden.

Die Suchgebiete wurden leider ohne Erfolg abgesucht, wobei ein Team der JUH BI das Suchgebiet von dem verletzten Team zu ende absuchte. Zurück an der Einsatzleitstelle gab es erst mal Kaffee/ Tee und etwas warmes zu essen. Auf Anfrage der Einsatzleitung welche Teams noch suchen könnten meldeten sich zwei Teams der JUH PB für diesen zweiten Suchauftrag. Nach kurzer Einweisung in diesen Sektor, machten wir uns auf den Weg in das Suchgebiet. Die Staffel JUH BI begab sich zu diesem Zeitpunkt auf den Heimweg.

Das zweite Suchgebiet war stark verschneit und vereist, mit einem kleinen Fluss der diesen Sektor teilte. Das zweite Team musste die Suche nach ca. 10 Minuten abbrechen da es zu gefährlich wurde und Absturzgefahr bestand. Das erste Team suchte leider auch ergebnislos.

Nach Rückmeldung bei der Einsatzleitung machten wir uns auf den Heimweg. Gegen 02:30 Uhr kamen wir wieder wohlbehalten in Paderborn an.

Heute erreichte uns die Mitteilung, das die vermisste Person Samstagabend wohlbehalten wieder bei der Familie aufgetaucht ist.