24.-25.07.2004: Ausbilderseminar

Seminar mit Thomas Baumann Anzeigenprobleme vom 24. - 25.07.2004

Ilona und ich als Ausbilder machten uns Freitag Nachmittag auf den langen Weg zu Thomas Baumann nach Helbigsdorf bei Dresden. Erst sehr spät realisierten wir, dass wir ausgerechnet zum Ferienbeginn in NRW und zudem am Anfang des Wochenendes mit Feierabendverkehr uns die Anfahrt auferlegt hatten. Aber nun ja, bis auf einen "klitzekleinen" Stau von nur mal 20 km ging doch alles recht glatt über die Bühne. Ach und vom kleinen Unwetterchen reden wir schon eh nicht mehr.

Na gut, da wir ja unseren kleinen Pupser "Carat" mit hatten, mussten wir nun ca. alle 11/2 Stunden kurze Rast machen. So kam es, dass wir nach 7 Std. Fahrt doch noch ankamen; pünktlich zum ins Bett gehen! Wir hatten bei Thomas und Ina in der Baumann-Mühle Zimmer reserviert und brauchten so keine weitere Fahrerei. Wirklich schnuckelig! Und erst das Essen! Noch mal, super toll gemacht an Ina's Mama!!

Am Samstag ging es dann zur Sache. Thomas stopfte uns erst einmal mit viel Theorie voll. Bis dahin war mir gar nicht so klar, wie viele Faktoren an gewissen Anzeigeproblemen mitwirken können. Thomas suchte sich nun einige Hunde aus, welche bei dem Seminar vorgeführt werden sollten. Da ich mit Ventia zur Zeit ein stärker werdendes Anzeigeproblem habe und dieses gerne angehen wollte, meldete ich mich sofort als Erste. Auch Ilona mit Carat bekam einen der begehrten Auswahlzettel. Für sie war es wichtig, welchen Eindruck Thomas und Ina von ihrem Hund haben. Hat doch ihr Urteil ein ganz gehöriges Gewicht.

Nach dem Mittagessen wurden die Hunde in der Praxis gezeigt mit den jeweiligen Problemen, dieses wurde auf Video festgehalten zur späteren Analysierung. Die Praxis ging bis 15.30 Uhr, danach konnten wir uns dann die verschiedenen Gruppen in der Hundeschule anschauen. Die Welpen durften auch in der Welpenstunde mitmachen. In der letzten Gruppe waren die ganz "Harten" dran. Thomas machte uns mit einem schnuckeligen Rottweilerrüden bekannt. Ganz lieb, solange man nichts von ihm wollte. Ich fand ihn total klasse und versuchte mein Glück (Hund hatte ja einen Maulkorb an) etwas Kontakt aufzubauen. Thomas wollte schon die Papiere fertig machen um ihn mir mitzugeben. Ich versuchte mich in einem kleinen Spielchen mit Pascha. Beutespielchen! Ich hatte ein Päckchen Tempos, wedel, wedel, Hund bekam sie unter seine Pfote. Wegnehmen?? Nee, das war dann nicht mehr möglich. Aus und vorbei mit schmusi! Der mächtige Hund zeigte was er drauf hatte und knuffte mir seine Schnauze mit dem Maulkorb auf das Brustbein. Ohne hätte ich in dem Moment sicherlich seine Zähne zu spüren bekommen. Ich schnauzte ihn an ( konnte ja mutig sein ) und Thomas nahm ihn dann zurück. Na ja, Ilona hatte ja schon gesagt, dass wir gar keinen Platz mehr für den Rotti im Auto gehabt hätten. So wurde eben daraus nichts!! Grins!-

Es folgte ein sehr feudales Abendessen in der Mühle und ein netter Tagesausklang mit Erfahrungsaustausch. Sonntag schauten wir uns zuerst das Videomaterial vom Vortag an, wo die Fehler der Hundeführer aufgezeigt wurden. Danach wurde in der Praxis Lösungsvorschläge ausprobiert. Aber auch klare Aussagen, zu den Grenzen des Möglichen in der Rettungshundearbeit, bei dem einen oder anderen Hund gemacht.

Ilona war total happy, ihr Carat wurde sehr positiv bewertet und bekam bestätigt, dass der bisherige Aufbau nicht der Schlechteste war. Mit Ventia konnte man mir leider nicht so richtig helfen, da die Hündin ihr Verhalten schon sehr stark verinnerlicht hat. Ich werde aber das, was als Kritik kam, verinnerlichen und versuchen umzusetzen. Vielleicht kann unsere Staffel es ja sogar mal einrichten, das wir Thomas und Ina gemeinsam zu einem Workshop besuchen.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, ein sehr lehrreiches und gutes Seminar. Vielen Dank an Thomas, Ina und Renate! Es war wirklich klasse! Wir dürfen uns noch einmal auf ein kommendes Seminar im Oktober freuen! Bis dahin, auf Wiedersehen in der Baumann-Mühle.

02.03.2004: Theorie Windverhältnisse

Theorie "Witterungsverhältnisse in der Rettungshundearbeit" mit der DRK Rettungshundestaffel Schlangen am 02.03.2004

20.01.2004: Theorie Kynologie

Theorie "Kynologie" mit der DRK Rettungshundestaffel Schlangen von und mit Claudia Koch am 20.01.2004

Nachdem wir ja nun erfolgreich und vielversprechend Kontakt zum DRK Schlangen aufgenommen haben, wurden wir netterweise auch zu Fortbildungen eingeladen. Der ersten Einladung sind wir gleich im Januar gefolgt.

Kynologie DRK

Claudia Koch, Tierärztin und Rettungshundeausbilderin in Kassel, hat diese in einer sehr gut vorbereiteten Form gehalten. Über die verschiedenen Phasen bis zum Junghund, die Anatomie, bis hin zu den kleinen Beißerchen unserer Hunde gab es Einiges zu lernen. Das Ganze wurde abgerundet mit einem kleinen Test als Hausaufgabe.

Es war wirklich eine sehr gelungene Fortbildung. Es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Vielen Dank an Claudia!

09.08.2003: Frei- oder Rückverweiserseminar

Frei- oder Rückverweiserseminar bei der JUH Hessen Mitte am 09.08.2003

Da mein Hund Cash sich in der Verbellanzeige nicht sicher zeigt, hatte ich mich nun nach langem Zögern entschieden, ihn zum Rückverweiser auszubilden. Dazu fehlten mir aber bis dahin gänzlich die nötigen Kenntnisse. Durch das Rettungshundeforum wurde ich erstmals auf dieses Seminar aufmerksam gemacht, worüber ich noch echt dankbar bin!

Kurze Erklärung für Neulinge, was ein Frei- oder Rückverweiser ist:
Hund kommt nach einer erfolgreichen Suche zum Hundeführer zurück und macht bei ihm die Anzeige, welche sich unterschiedlich gestalten kann. Wichtig dabei ist, dass man klar erkennt, dass der Hund signalisiert, dass er Jemanden gefunden hat.
Bei uns sieht das so aus, dass Cash mich anspringt und dabei mich anbellt. Danach leine ich ihn am Suchgeschirr an und mit dem Kommando "zeig's mir" muss er mich zum Opfer bringen. Teilweise eine recht abenteuerliche Angelegenheit, wenn man zum Beispiel seinem Hund im Dunkeln über Stock und Stein in den Wald folgen muss.

Die JUH Gießen, mit Seminarleiterinnen Angelika Schweitzer und Daniela Neika, boten zum wiederholten Male dieses gut besuchte Seminar an. Aufgrund der hohen Nachfrage ist dieses mittlerweile ein fester Bestandteil der Seminarangebote geworden.
Teilnehmer waren völlig gemischt, aus verschiedenen Staffeln, egal welcher Organisation oder auch nicht angehörig. Von Anfängern in der RH-Arbeit bis zu fortgeschrittenen Teams.

Morgens nach einem gemeinsamen Frühstück ging es erstmal zum theoretischen Teil, welcher bis mittags dauerte. Mitschreiben war nicht nötig, da wir später sogar eine ganze Prospektmappe zu diesem Thema an die Hand bekamen.

Nach der Mittagspause ging es dann zum praktischen Teil über. Vorab wurde eine Trockenübung gemacht, welche ganz witzig war. "Hund" war nämlich ein Hundeführer. Es ging für uns Anfänger erstmal um die Technik überhaupt. Danach wurde jeder Hund einzeln vorgestellt. - Für Cash und mich war es eine absoluter Premiere und wir machten unsere Sache gar nicht schlecht. Es zeigte sich jedenfalls sehr schnell, dass es für meinen Hund die bessere Anzeigeform ist.

Bis nachmittags wurde in kleineren Gruppen gearbeitet und all das, woran nach Meinung der Seminarleitung vorrangig mit dem Team geübt werden muss. Da es bei uns ja nun völliges Neuland ist, musste ich an Alles denken und dies ist gar nicht so einfach, wenn man bisher es gewohnt war, einen Verbeller zu haben. Der Anfang hat schon recht gut geklappt. Das Ausfeilen kommt nun eh zu Hause.

Das Seminar war wirklich klasse und ich kann mich nur noch einmal bei den beiden Seminarleiterinnen und den Helfern der Staffel JUH Gießen für den guten Tag bedanken. Auch heute kann ich mich bei Fragen noch an beide wenden, was einem doch mehr Sicherheit gibt.

18.-19.10.2003: Ausbilderseminar

Konfliktseminar mit Thomas Baumann am 18. - 19.10.2003

Wieder einmal erwartete uns ein interessantes Seminar bei Thomas Baumann in Helbigsdorf, bei Dresden. Um 4.00 Uhr morgens trafen Martina und ich uns, um die mehrstündige Fahrt anzutreten. Mit im Gepäck hatten wir Martina's Kuvasz Arthus und meinen Malinois-Herder-Mix Tabea.

In Helbigsdorf trafen sich 12 Hundeführer und Ausbilder aus den verschiedensten Staffeln unterschiedlicher Organisationen. Manche kannten sich bereits von vorangegangenen Seminaren oder Prüfungen, andere lernten sich an diesem Wochenende näher kennen. Roland Glaser von der BAG-RHV war mit seiner Frau auch wieder angereist, um das gesamte Seminar mit seiner Videokamera festzuhalten.

Thomas begann das Seminar am Samstag Morgen mit einem theoretischen Beitrag über Konfliktverhalten. Er und seine Frau Ina erklärten uns die Ursachen, Früherkennung und den Angst-/Agressionsabbau anschaulich mit einer Bildschirmpräsentation. Wir lernten, dass es eine defensive und eine offensive Angst-/Agression gibt. Jede Frage wurde ausführlich von den Beiden beantwortet.

Nach einem leckeren Büffet in der Mittagspause ging es in den praktischen Teil. Es wurden ausgewählte Hunde vorgestellt, die das eine oder andere Problem zeigten. Da waren Hunde, die Konflikte mit unbekannten Objekten oder Personen hatten. Unter anderem war ein Hund dabei, der einen Konflikt mit der Beute hatte. Nach der Vorstellung wurde dann an dem Problem gearbeitet. Wir lernten, wie wir uns als Hundeführer oder Ausbilder zu verhalten haben, wenn wir mit solchen Hunden arbeiten. Es war gar nicht so einfach, den Hund im richtigen Moment zu loben, zu ignorieren oder einzuwirken. Eine Sekunde zu früh oder zu spät würden wir den Hund in der falschen Handlung bestätigen. Selbst die beruhigende Stimme kann für den Hund eine Bestätigung sein.

Was das alles heißt, konnte ich am eigenem Leib erfahren. Denn auch ich stellte Thomas meine Tabea vor. Sie ist, seit ich sie habe, zurückhaltend gegenüber fremden Leuten. Gerade in der Dämmerung macht sie sich ganz steif, wenn uns Menschen entgegenkommen. Dadurch, dass ich bislang nie ausprobiert habe, wie sie letztendlich reagieren würde, wollte ich die Meinung von Thomas Baumann und seiner Frau Ina hören. Wir stellte diese Situation nach. Zuvor besprachen wir die Übung und wie ich mich zu verhalten habe. Thomas zog sich einen Poncho über, setzte sich einen Schlapphut auf und humpelte uns mit einem Krückstock entgegen. Tabea wurde ganz steif und fing an zu bellen. Ich blieb ganz ruhig stehen. Als sie sich nach vorne wagte, lobte ich sie mit meiner Stimme. Die Neugier siegte, sie machte sich ganz lang um an diesem unbekannten Objekt zu schnuppern. Und siehe da: Es ist ganz lieb und hat sogar Leckerchen bei sich! Diese Übung wiederholten wir einige Male und Tabea wurde von Mal zu Mal lockerer.

Sonntag Morgen wurden sich dann die Videoaufnahmen von Ina angeschaut, die sie am vorigen Tag gemacht hatte. So konnte man eine genaue Analyse von jedem einzelnen Hund und Hundeführer (was auch sehr wichtig ist) machen. Von den Hunden vom Vortrag wurden einzelne ausgesucht, die wir uns noch mal näher anschauen wollten. Meine Tabea war nicht mehr dabei, denn sie hat eigentlich ein ganz normales Verhalten gezeigt.

Zum Schluss wurden sich noch einmal die letzten Aufnahmen angesehen und besprochen. Dabei wurde noch die eine oder andere Frage beantwortet. Gegen Mittag war das Seminar dann beendet.

Abschließend kann ich sagen, dass es wieder mal ein tolles und informatives Seminar in der "Baumann-Mühle" war. Martina und ich sind uns einig: Es lohnt sich immer, die weite Strecke nach Helbigsdorf zu fahren um an einem Seminar von Thomas Baumann teilzunehmen. Außerdem ist mir die ehrliche Meinung von seiner Frau Ina unsagbar wichtig.

09.-10.08.2003: Ausbilderseminar

Ausbilderseminar Trieb- und Helferausbildung Thomas Baumann vom 09. bis 10.08.2003