09.08.2003: Frei- oder Rückverweiserseminar

Frei- oder Rückverweiserseminar bei der JUH Hessen Mitte am 09.08.2003

Da mein Hund Cash sich in der Verbellanzeige nicht sicher zeigt, hatte ich mich nun nach langem Zögern entschieden, ihn zum Rückverweiser auszubilden. Dazu fehlten mir aber bis dahin gänzlich die nötigen Kenntnisse. Durch das Rettungshundeforum wurde ich erstmals auf dieses Seminar aufmerksam gemacht, worüber ich noch echt dankbar bin!

Kurze Erklärung für Neulinge, was ein Frei- oder Rückverweiser ist:
Hund kommt nach einer erfolgreichen Suche zum Hundeführer zurück und macht bei ihm die Anzeige, welche sich unterschiedlich gestalten kann. Wichtig dabei ist, dass man klar erkennt, dass der Hund signalisiert, dass er Jemanden gefunden hat.
Bei uns sieht das so aus, dass Cash mich anspringt und dabei mich anbellt. Danach leine ich ihn am Suchgeschirr an und mit dem Kommando "zeig's mir" muss er mich zum Opfer bringen. Teilweise eine recht abenteuerliche Angelegenheit, wenn man zum Beispiel seinem Hund im Dunkeln über Stock und Stein in den Wald folgen muss.

Die JUH Gießen, mit Seminarleiterinnen Angelika Schweitzer und Daniela Neika, boten zum wiederholten Male dieses gut besuchte Seminar an. Aufgrund der hohen Nachfrage ist dieses mittlerweile ein fester Bestandteil der Seminarangebote geworden.
Teilnehmer waren völlig gemischt, aus verschiedenen Staffeln, egal welcher Organisation oder auch nicht angehörig. Von Anfängern in der RH-Arbeit bis zu fortgeschrittenen Teams.

Morgens nach einem gemeinsamen Frühstück ging es erstmal zum theoretischen Teil, welcher bis mittags dauerte. Mitschreiben war nicht nötig, da wir später sogar eine ganze Prospektmappe zu diesem Thema an die Hand bekamen.

Nach der Mittagspause ging es dann zum praktischen Teil über. Vorab wurde eine Trockenübung gemacht, welche ganz witzig war. "Hund" war nämlich ein Hundeführer. Es ging für uns Anfänger erstmal um die Technik überhaupt. Danach wurde jeder Hund einzeln vorgestellt. - Für Cash und mich war es eine absoluter Premiere und wir machten unsere Sache gar nicht schlecht. Es zeigte sich jedenfalls sehr schnell, dass es für meinen Hund die bessere Anzeigeform ist.

Bis nachmittags wurde in kleineren Gruppen gearbeitet und all das, woran nach Meinung der Seminarleitung vorrangig mit dem Team geübt werden muss. Da es bei uns ja nun völliges Neuland ist, musste ich an Alles denken und dies ist gar nicht so einfach, wenn man bisher es gewohnt war, einen Verbeller zu haben. Der Anfang hat schon recht gut geklappt. Das Ausfeilen kommt nun eh zu Hause.

Das Seminar war wirklich klasse und ich kann mich nur noch einmal bei den beiden Seminarleiterinnen und den Helfern der Staffel JUH Gießen für den guten Tag bedanken. Auch heute kann ich mich bei Fragen noch an beide wenden, was einem doch mehr Sicherheit gibt.