26.06.2010: Rettungshunde-Team-Casting

Rettungshunde-Team-Casting bei der Hundeschule Maydog am 26.06.2010

 

15.-18.04.2010: Einsatzübung Ljubijana (Slowenien)

Einsatzübung der BAG in Ljubljana (Slwenien) im April 2010

Im Namen des Auslandskaders K9 SAR der Johanniter bin ich, als eins von zwei weiteren Teammitgliedern mit meiner Deutschen Schäferhündin Betty, zur 12. Einsatzübung nach Ljubljana gereist. Dort sollten Erfahrungen für den Einsatzfall, mit unterschiedlichen Kriterien gemacht werden. Wie z.B. Teambildung, Ausrüstung, usw.

Nachfolgen der Bericht zur Einsatzübung, hier ausnahmsweise mal im Stil eines Ablaufprotokolls, um den genauen Ablauf besser darstellen zu können.

 

15.April

17:00 Abfahrt in Paderborn nach Kaufbeuren
22:30 Ankunft bei Familie Adam zur Zwischenübernachtung

16. April

09:00 Abfahrt in Kaufbeuren mit Gregor Adam / Hd und Cira. als Gruppenleiter und als Ersatz, Claudia Adam /Hd Spike
10:30 Abfahrt in Icking, Zustieg von Alex v.Gneisenau (Beobachter) und Bea v. Gneisenau / Hd Kiwi als drittes Teammitglied
16:30 Ankunft am Kat.-schutzzentrum Ig (12 km südlich von Ljubljana), Registrierung im Reception Center
17:00 Tierärztliche Untersuchung (Impfpasskontrolle)
18:30 Besprechung der Gruppenführer und Beobachter mit folgendem Inhalt: Die 15 Teams werden in zwei Base of Operation (BoO) ihre Zelte aufschlagen, es gibt keine Zeitinformationen, ab 21:30 Uhr besteht Einsatzbereitschaft, 30 Minuten vor dem Start des einzelnen Teams wird dieses vom Lagerleiter geweckt. Zum Transport steht ein Shuttle das für die Dauer der Übung beim Suchteam bleibt.

Keine Information wie viele Sucheinsätze es geben wird, jedoch ist für jeden Einsatz ein Zeitlimit von 30 Minuten Suchzeit vorgegeben. Für evtl. Abseilen muss die eigene Ausrüstung verwendet werden, geprüfte Seile sind vorhanden und ein Bergwachtler kontrolliert diese Aktion und schreitet ein, wenn Gefahr in Verzug ist. Erste Hilfe Ausrüstung wird gestellt, dort wo benötigt, Figuranten haben einen Zettel bei sich, der mit einer Skizze oder einem Foto die Verletzung zeigt, welche dann behandelt werden muss.

Es gibt keine Information über die gesamte Zahl oder pro Challenge an vermissten Personen, weder vorher noch danach. Erst bei der Abschlussbesprechung am 18.04.2010 10:00 Uhr wird die Vermisstenzahl bekannt gegeben. 70% der vermissten Personen müssen gefunden werden, damit die Übung als "bestanden" gewertet wird. Improvisieren, Finden, Retten, Teamarbeit/ -geist ist gefordert.

Verletzt sich ein HF oder Hd, muss die Gruppe ohne diese weiter machen, ein Einspielen eines Ersatzteams ist während der Übung somit nicht erlaubt.

19:45 Ankunft im BoO1, Zelt aufgeschlagen und Einsatzbereitschaft hergestellt.
21:00 Einsatzteam bereit!

17. April

05:45 Wecken
06:15 Abfahrt zur ersten Challenge
07:00 Trümmersuche in einem ehemaligen Betonteilewerk (1) mit Freifläche mit viel Gestrüpp, Holzbaracken, Schuttberge von Betonteilen, Schuttberge von Holzelementen, drei großen Fertigungshallen (ca. 100 m lang) und mehreren Gerätschaften dazwischen. Gesamtfläche ca. 200x250m. Überall lag extrem viel Müll, von vergammelten Esssensresten bis Fäkalien, was sich jedoch im 3. Szenario noch deutlich steigerte. Die Straße welches das Gebiet in 1/4 und 3/4 Breite teilte, durfte nicht verlassen werden. Gesuchte Zeit 14 Minuten, 2 Versteckpersonen gefunden.
08:30 Nach 15 Minuten Fahrzeit, Ankunft in einem Dorf, leer stehendes ehemaliges Bordell (2), Zutritt zur Treppe im EG war zulässig, die 1.Etage und 2.Etage musste abgesucht werden, ohne dass ein Hundeführer sich dort hin begeben durfte. Das Treppenhaus war verspiegelt und komplett abgedunkelt, ebenso wie der Großteil der 1.Etage. Die 2.Etage war lichtdurchflutet. Beide Etagen waren mit unzähligen Zimmern, Schränken und Nischen versehen. Suchzeit 30 Minuten ausgeschöpft und 2 Versteckpersonen gefunden.
10:00 20 Minuten Fahrzeit ins Zentrum von Ljubljana und 20 Min. Vorbereitung zur nächsten Aufgabe: Bodenplatte EG Größe 50x60m mit Kellerräumen darunter, Abseilen durch ein 1m² großes Loch mit Hund in einen Raum 6x8m, von diesem mussten die Hunde durch zwei Türöffnungen das komplette Untergeschoß absuchen. Die HF durften den Raum nicht verlassen. Problematisch war der Unrat der sich z.T. zimmerhoch am Rand auftürmte und dass um das komplette Areal Kellerfensteröffnungen waren, durch die Neugierige herein blickten. Die Geruchspartikel der Zuschauer zogen in das Untergeschoß und erschwerten die Suche erheblich. Eine Person gefunden, welche auch für den Hund nicht zugänglich war und zwei Fehlanzeigen von zwei Hunden an der exakt gleichen Stelle. Arbeitszeit incl. Abseilen aller drei HF/HD 43 Minuten. Treffen mit dem deutschen Botschafter Mathias von Kummer und seiner Frau, welche uns dann zu einer kurzen Pause ins BoO1 begleiteten.
11:30 Pause im Camp (BoO1) und Gespräche/Fotos mit dem deutschen Botschafter aus Slowenien.
12:45 Abfahrt zur 4. Challenge, 15 Min. Fahrt, 20 Wartezeit bis die Daten und die Karte für den Orientierungsmarsch ausgehändigt wurden. Ca. 4 Km Marsch in der Mittagszeit und 150 Höhenmetern, gefolgt von einer Flächensuche auf einer Hügelkuppe. On Top eine Kapelle um die herum sich die HF bewegen durften. 80m bergab im Vollkreis war das Suchgebiet, wobei stellenweise dichtes Gestrüpp oder eine Etagenanordnung die Sicht auf den HD nach 20-30m unmöglich machte. Die hier angekündigten 2 Vermissten waren nach 15 Minuten gefunden.
15:10 Ankunft im BoO1, Pause mit eingehender Versorgung der Hunde und kurzer Ruhephase
16:45 Abfahrt zum Einsatzgebiet Nr. 5, Fahrzeit 20 Minuten, Ausrüstung für Flächeneinsatz vorbereitet.
17:30 Suche begonnen in einem Waldgebiet mit mehreren Bauruinen und rückwärtiger Autobahn, der begrenzende Zaun dazu war nicht überall hundesicher geschlossen. Ein rechteckiges Hanggebiet (80x160m) durfte frei begangen werden und ein angrenzender Tobel (Länge ca. 150m) mit Böschung 40m Breite linker Hand und 60m Breite rechter Hand durfte nur auf dem mittigen Trampelpfad begangen werden. In dem gesamten Suchgebiet waren ständig wechselnde Windrichtungen, Suchzeit 30 Minuten. Eine Versteckperson gefunden, welche erstversorgt werden musste mit dargestelltem Handgelenk Fraktur. Am Ende dieser Aufgabe zeigten sich erste deutliche Leistungseinbrüche bei HF + HD.
18:25 Ankunft im Kat.schutzzentrum in IG, zur Trümmersuche.
18:40 Beginn mit der Suche, 5 zerstörte Gebäude, zwei rauchende PKW´s sperrten den mittigen Zugang für die Hunde, die HF durften nur von zwei Seiten des Randes aus die HD schicken. Nach 4 Minuten waren zwei Versteckpersonen gefunden, die Suchzeit von 30 Minuten wurde trotzdem ausgenutzt. Hier suchten die Hunde –trotz der geringen Pause- überraschender Weise wieder sehr motiviert und freudig das Trümmerfeld ab. 19:40 Ankunft am letzten Einsatzgebiet, kurze Vorbereitung.
20:15 Beginn der Suche in einem aktiven Sägewerk, Länge 200m, Breite 150m mit Produktionsanlagen, Fahrzeuge, mehreren 50m langen Hallen, Bergen von gehäckseltem Holz und Wurzelstöcken, ein ca. 5m hoher Haufen von Holz aus Gebäudeabrissen mit 1,5m hohem Reisig on Top. Die Hallen waren teilweise geöffnet, durften aber auch hier vom Hundeführer nicht betreten werden. 30 Minuten Suchzeit, keine Person gefunden.
21:05 Ankunft im Camp, Hunde versorgt, Verladen der Ausrüstung, Abendessen.
23:05 Bettruhe

18. April

07:00 Aufstehen, es regnet, Ausrüstung zusammen packen, Zelt abbauen, Fahrzeug beladen.
08:15 Abfahrt ins BoO2, wo die Abschlußbesprechung statt findet.
09:30 Gespräche mit anderen Teams und Beobachtern,
Abschlußbesprechung, warme Gulaschsuppe gegessen.
11:00 Abfahrt in Ljubljana
15:30 Alex und Bea v.Gneisenau zu Hause abgesetzt
17:00 Ankunft in Kaufbeuren
21:45 Ankunft zu Hause in Paderborn

Alles in allem ein sehr anstrengendes Wochenende, allerdings auch sehr Erfahrungsreich. So konnten doch einige Verbesserungsvorschläge mitgenommen werden, die wir in unser Training mit einbeziehen.

Trotz aller Anstrengung war es ein sehr schönes Wochenende, und ich würde mich freuen im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen.

Ich hoffe einen kleinen Einblick in unsere doch verantwortungsvolle ehrenamtliche Tätigkeit gewähren zu können.

20.-22.06.2008: Übungswochenende Pfullendorf

"Die etwas andere Suche" in Pfullendorf vom 20. - 22.06.2008

4:30 Uhr morgens in Paderborn!
Der Bulli ist gepackt und los geht es in Richtung Pfullendorf!
Nach einer anstrengenden Nacht, Deutschland gewinnt gegen Österreich und dementsprechend wenig Schlaf, machten Bettina und ich uns auf den Weg und Dank unserer guten Karte und Kompass Kenntnisse, sowie unserem angeborenen Orientierungssinn kamen wir trotz Navi (immer wieder diese Technik) müde aber froh mittags an der Kaserne an. Leider hatten wir das Mittagessen verpasst, doch Dank Ralph Krauss gelangten wir noch zu unserem Lunchpaket für den Abend und konnten uns so dem Konvoi Richtung Biwak anschließen.

Endlich erreichten wir gegen 13 Uhr den "Zeltplatz" - doch jetzt hieß es: nur keine Müdigkeit vortäuschen; schnell das Gebäck geschultert und ab zum Zet, Feldbetten aufbauen und sofort ging es weiter zum ersten Briefing!
Davon sollten noch einige dieses Wochenende folgen und, wie wir im Laufe dieses Wochenende lernten, waren alle Anweisungen, die älter als 3 Minuten waren, schon nicht mehr aktuell - was hieß: immer flexibel bleiben! - grins.

Nach Einteilung der Trainingsgruppen erlebten wir einen schönen, interessanten Trainingsnachmittag mit viel neuem Input! Am Abend wurden die Hundeführer bekannt gegeben, welche in der "Morgendämmerungssuche" teilnehmen sollten, Funkrufnamen verteilt und Fahrzeuge zugewiesen.

Alex unser Einsatzleiter erledigte mit seinem Team diese Aufgabe mit einer fantastischen Ruhe - vielen Dank noch mal von dieser Seite, das habt ihr wirklich super gemacht! Dann hatten wir Zeit uns ein wenig aufs Ohr zu legen, um Kraft für den Einsatz zu tanken, denn um 1:45 Uhr hieß es aufsitzen und los!

Betty und ich waren in unterschiedlichen Teams eingeteilt und Dank der sehr motivierten Nordschwaben hatte jeder von uns auch einen Helfer zur Seite! Jedem Team wurden dann noch 2 Soldaten zugeteilt und dann ging es ab zur Suche!
Es war ein riesengroßes Gebiet - über 500.000 qm, wie wir später ausrechneten - und wir hatten Glück, dass wir von Ralph den Auftrag bekamen, nur grob zu suchen und nicht ganz penibel einsatztechnisch, denn sonst wäre das nicht zu schaffen gewesen.
Zur Erklärung: Die Hunde einer anderen Kollegin hatten so viel Lärm beim Aussteigen gemacht, dass wir nicht zu überhören waren und sollten die Soldaten in der Nähe gewesen sein, dann wären sie wohl schon unterwegs, natürlich in Richtung ganz weit von uns weg - grins!

Da die Soldaten überhaupt keinen Schimmer vom Gelände geschweige denn von Karte und Kompass hatten, waren wir auf uns selbst gestellt und ich hatte das erste Mal die Gelegenheit, mit einem GPS-Gerät zu arbeiten - ich kann nur sagen, es hat seine Vor- und Nachteile. Es war ein angenehmes Arbeiten mit meinem Helfer und ich habe gelernt, dass man sich mal wieder dazu zwingen muss, nach einer Stunde auch eine angemessene Ruhepause mit seinem Hund zu machen.

Gegen 6 Uhr trafen wir uns wieder bei den Fahrzeugen, sammelten noch die restlichen Hundeführer samt Hunde und Helfer ein und waren überglücklcih dann Richtung Kaserne zu fahren, denn dort lockte Kaffee und Frühstück und für alle die noch Zeit hatten, auch eine Dusche! An diesem Morgen stießen auch noch die Lindauer dazu und so war dann die Truppe komplett.

Nach dem Frühstück dann wieder eines der besagten Briefings; dabei wurde dann gleich die nächste Suchtruppe zusammengestellt, die dann über die Mittagszeit suchen sollte (vor 19 Uhr waren die aber nicht wieder im Biwak). Der Rest der Truppe teile sich dann in 2 Gruppen auf, um den Tag noch einie Trainingseinheiten zu nutzen und zwischendurch ein paar Minuten Schlaf nachzuholen. Dies war dann ein sehr ruhiger und trotzdem effektiver Nachmittag und wir hatten alle sehr viel Schlaf!

Als der Suchtrupp zurückkam war die Freude groß, denn dieses Mal konnte man einen Fund und mehrere Sichtungen bekannt geben - also alles in allem ein großer Erfolg! Der letzte Abend wurde dann mit einem gemeinsamen Grillen beendet. Da kam dann schon richtige Lagerfeuerstimmung auf und man hatte Zeit für so mach privates Gespräch.

Am frühem Morgen ging noch mal ein Suchtrupp los; Bettina und ich hatten schweren Herzens entschieden im Biwak zu bleiben, da wir dann doch an die lange Rückfahrt mit nur 2 Fahrerinnen dachten und wir einfach sicher nach Hause kommen wollten.
Nach dem Frühstück am Sonntag war dann noch mal manpower gefragt beim Zelte abbauen, nach dieser schweißtreibenen Arbeit gab es dann noch ein Gruppenfoto zum Abschied. Nachdem viele Hände geschüttelt, so manche Email-Adresse ausgetauscht und die kleinen Abschiedstränchen weggewischt hatten, machten wir uns auf den langen Rückweg!

Fazit: Es war ein tolles lehrreiches Wochenende, zu dem wir wohl beide wieder fahren würden!

Also bis zum nächsten Mal!

06.-08.6.2008: Trümmerwochenende

TrümmertrainingTrümmerwochenende bei Walter Fretschner vom 06. bis 08.06.2008

 

18. - 20.05.2007: Abseilen/Trümmer/Geräte/Fläche

Ausbildungs-Wochenende bei Walter Fretschner vom 18. bis 20.05.2007 - Abseilen/Trümmer/Geräte/Fläche

22.-23.07.2006: Trümmerwochenende in Weil am Rhein

Trümmerwochenende bei Gotti Greiner in Weil am Rhein vom 22. bis 23.07.2006