20.-22.06.2008: Übungswochenende Pfullendorf

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"Die etwas andere Suche" in Pfullendorf vom 20. - 22.06.2008

4:30 Uhr morgens in Paderborn!
Der Bulli ist gepackt und los geht es in Richtung Pfullendorf!
Nach einer anstrengenden Nacht, Deutschland gewinnt gegen Österreich und dementsprechend wenig Schlaf, machten Bettina und ich uns auf den Weg und Dank unserer guten Karte und Kompass Kenntnisse, sowie unserem angeborenen Orientierungssinn kamen wir trotz Navi (immer wieder diese Technik) müde aber froh mittags an der Kaserne an. Leider hatten wir das Mittagessen verpasst, doch Dank Ralph Krauss gelangten wir noch zu unserem Lunchpaket für den Abend und konnten uns so dem Konvoi Richtung Biwak anschließen.

Endlich erreichten wir gegen 13 Uhr den "Zeltplatz" - doch jetzt hieß es: nur keine Müdigkeit vortäuschen; schnell das Gebäck geschultert und ab zum Zet, Feldbetten aufbauen und sofort ging es weiter zum ersten Briefing!
Davon sollten noch einige dieses Wochenende folgen und, wie wir im Laufe dieses Wochenende lernten, waren alle Anweisungen, die älter als 3 Minuten waren, schon nicht mehr aktuell - was hieß: immer flexibel bleiben! - grins.

Nach Einteilung der Trainingsgruppen erlebten wir einen schönen, interessanten Trainingsnachmittag mit viel neuem Input! Am Abend wurden die Hundeführer bekannt gegeben, welche in der "Morgendämmerungssuche" teilnehmen sollten, Funkrufnamen verteilt und Fahrzeuge zugewiesen.

Alex unser Einsatzleiter erledigte mit seinem Team diese Aufgabe mit einer fantastischen Ruhe - vielen Dank noch mal von dieser Seite, das habt ihr wirklich super gemacht! Dann hatten wir Zeit uns ein wenig aufs Ohr zu legen, um Kraft für den Einsatz zu tanken, denn um 1:45 Uhr hieß es aufsitzen und los!

Betty und ich waren in unterschiedlichen Teams eingeteilt und Dank der sehr motivierten Nordschwaben hatte jeder von uns auch einen Helfer zur Seite! Jedem Team wurden dann noch 2 Soldaten zugeteilt und dann ging es ab zur Suche!
Es war ein riesengroßes Gebiet - über 500.000 qm, wie wir später ausrechneten - und wir hatten Glück, dass wir von Ralph den Auftrag bekamen, nur grob zu suchen und nicht ganz penibel einsatztechnisch, denn sonst wäre das nicht zu schaffen gewesen.
Zur Erklärung: Die Hunde einer anderen Kollegin hatten so viel Lärm beim Aussteigen gemacht, dass wir nicht zu überhören waren und sollten die Soldaten in der Nähe gewesen sein, dann wären sie wohl schon unterwegs, natürlich in Richtung ganz weit von uns weg - grins!

Da die Soldaten überhaupt keinen Schimmer vom Gelände geschweige denn von Karte und Kompass hatten, waren wir auf uns selbst gestellt und ich hatte das erste Mal die Gelegenheit, mit einem GPS-Gerät zu arbeiten - ich kann nur sagen, es hat seine Vor- und Nachteile. Es war ein angenehmes Arbeiten mit meinem Helfer und ich habe gelernt, dass man sich mal wieder dazu zwingen muss, nach einer Stunde auch eine angemessene Ruhepause mit seinem Hund zu machen.

Gegen 6 Uhr trafen wir uns wieder bei den Fahrzeugen, sammelten noch die restlichen Hundeführer samt Hunde und Helfer ein und waren überglücklcih dann Richtung Kaserne zu fahren, denn dort lockte Kaffee und Frühstück und für alle die noch Zeit hatten, auch eine Dusche! An diesem Morgen stießen auch noch die Lindauer dazu und so war dann die Truppe komplett.

Nach dem Frühstück dann wieder eines der besagten Briefings; dabei wurde dann gleich die nächste Suchtruppe zusammengestellt, die dann über die Mittagszeit suchen sollte (vor 19 Uhr waren die aber nicht wieder im Biwak). Der Rest der Truppe teile sich dann in 2 Gruppen auf, um den Tag noch einie Trainingseinheiten zu nutzen und zwischendurch ein paar Minuten Schlaf nachzuholen. Dies war dann ein sehr ruhiger und trotzdem effektiver Nachmittag und wir hatten alle sehr viel Schlaf!

Als der Suchtrupp zurückkam war die Freude groß, denn dieses Mal konnte man einen Fund und mehrere Sichtungen bekannt geben - also alles in allem ein großer Erfolg! Der letzte Abend wurde dann mit einem gemeinsamen Grillen beendet. Da kam dann schon richtige Lagerfeuerstimmung auf und man hatte Zeit für so mach privates Gespräch.

Am frühem Morgen ging noch mal ein Suchtrupp los; Bettina und ich hatten schweren Herzens entschieden im Biwak zu bleiben, da wir dann doch an die lange Rückfahrt mit nur 2 Fahrerinnen dachten und wir einfach sicher nach Hause kommen wollten.
Nach dem Frühstück am Sonntag war dann noch mal manpower gefragt beim Zelte abbauen, nach dieser schweißtreibenen Arbeit gab es dann noch ein Gruppenfoto zum Abschied. Nachdem viele Hände geschüttelt, so manche Email-Adresse ausgetauscht und die kleinen Abschiedstränchen weggewischt hatten, machten wir uns auf den langen Rückweg!

Fazit: Es war ein tolles lehrreiches Wochenende, zu dem wir wohl beide wieder fahren würden!

Also bis zum nächsten Mal!