26.04.2014: Rettungshundeprüfung in Schweinfurt


Feivel Pruefung
Rettungshundeprüfung in Schweinfurt am 26.04.2014

Paderborn/Nüdlingen ■ Wenn in Ostwestfalen Menschen vermisst werden, sind oft auch die vierbeinigen Spürnasen der ehrenamtlichen Johanniter-Rettungshundestaffeln in Paderborn gefragt. 


Um auch zukünftig Menschenleben retten zu können, haben 30 Teams aus ganz Deutschland am Wochenende vom 26. bis 27. April ihre Prüfung in der Flächensuche durchlaufen, unter ihnen auch ein Team der Johanniter aus Paderborn - Bettina Kamp mit ihrer Holländischen Schäferhündin (Hollandse Herdershond) Feivel.

Die Spürnäsin aus Paderborn hat die Prüfung mit Bravour gemeistert und erhielt die Zertifizierung nach DIN 13050 auf Basis der Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (GemPPO). Das Team ist damit zu Rettungseinsätzen zugelassen.

Über die Prüfung mit Rettungshunden:

Nach einem umfangreichen Theorietest für die Hundeführer waren im Praxisteil sowohl die zwei- als auch die vierbeinigen Teilnehmer beim Verweistest und der Gehorsamkeitsprüfung gefordert. Dabei mussten die Hunde ihren Hundeführern anzeigen, dass sie einen Menschen aufgespürt haben. Wichtig in der Situation war, dass die Vierbeiner dem Vermissten nicht zu nahe kamen oder diesen sogar belästigten, da der Rettungshund im Einsatzfall besonders Schwerverletzte nicht bedrängen darf. Nach der Erstversorgung der aufgefundenen Person zeigten die Teams ihr gutes Zusammenspiel beim Gehorsamkeitstest. Geprüft wurde unter anderem, ob der Hund auf Kommandos korrekt reagiert und seinem Hundeführer auch ohne Leine folgt.

Nach diesen Teilprüfungen ging es für die Teilnehmer in den benachbarten Wald. Dort stand die Suche in einem gut 30 000 Quadratmeter großen Waldgelände auf dem Programm. Gesucht wurden ehrenamtliche Verletztendarsteller, die sich gut im Dickicht versteckt hatten. Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, die Vermissten zu finden.